o.T. (Sommer 2005)
2005
Bronze

[…] schmale Bronzestreifen, die der Künstler unmittelbar in die Straße integriert hat – halten durch ihre Beschaffenheit einen bestimmten Moment fest: Sie sind Abdrucke des Straßenbildes, wie Kestutis Svirnelis es an einem Tag im Sommer 2005 vorgefunden hat. […]
[…] Auf der Radstrecke im Ziel-2-Fördergebiet hat er alle zwei Kilometer 1,25 Meter breite und 10 Zentimeter lange Streifen aus Bronze in die Straße wie Markierungen eingefügt, so dass die graue Bronzeoberfläche fast unbemerkt in die Asphaltoberfläche übergeht, das wertvolle Material sich optisch kaum vom alltäglichen Material unterscheidet. Aber der überraschende, manchmal auch irritierende Effekt, der dadurch beim Drüberfahren entsteht, ist nur ein Aspekt dieser Installation. Denn die Bronzestreifen sind nicht beliebig geformt, sondern es sind Abgüsse des ursprünglichen Straßenteils, der für die jeweiligen Streifen ausgeschnitten wurde. Das heißt Blätter, kleine Äste, Tierchen, Einschlüsse, Unebenheiten und Steinchen tauchen in der Bronzeabformung genau so wieder auf, wie sie im Augenblick des Entstehens auf der Straße lagen, aber normalerweise längst vom Wind und den Rädern weggefegt worden wären. […]

Textpassagen aus dem Essay
Kestutis Svirnelis: Ohne Titel.
Auf der Radwegstrecke im Ziel-2-Fördergebiet
von Petra von Olschowski

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